|
1.3. Klima
In den USA sind fast alle Klimate der Welt vertreten, was aus der Größe des Landes bzw. dessen Ausdehnung resultiert.
Größtenteils herrscht gemäßigtes Klima, ähnlich wie in Deutschland. Tropisches Klima erfährt man auf Hawaii und im Süden Floridas. Kalifornien liegt in der Mediterranen Klimazone, welche dem Klima Spaniens gleicht.
1.4. Bevölkerung
Die USA gilt als eines der Länder mit der höchsten Einwanderungsrate. Der Begriff “Schmelztiegel” (Melting Pot) wird deswegen sehr häufig verwendet. Die Metapher bedeutet, dass viele Einwanderer in das Land integriert werden. Es steht das Ziel, zu einer gemeinsamen Kultur zu verschmelzen.
Wissenschaftler streiten sich allerdings, ob die Bezeichnung “Salad Bowl” nicht mehr auf die Situation zutrifft. Dies würde bedeuten, dass die Einwanderer ihre eigene Kultur pflegen, und somit nicht in die Bestehende integriert werden.
In den USA existieren verschieden Bevölkerungsgruppen:
- Europäischstämmige Amerikaner 75%
- Afroamerikaner 13%
- Hispanics (Latinos) 13%
- Asiatische Einwanderer 4%
- Native Americans (Indianer) als Minderheit
Etwa 52% der Bevölkerung sind Protestanten, 24,5% leben nach der römisch-katholischen Religion und lediglich rund 15 Prozent geben an, keine Religionszugehörigkeit zu haben.
In kleineren prozentualen Anteilen leben noch Mormonen, Juden, Muslime und Baptisten in den Vereinigten Staaten. Weitere Religionszugehörigkeiten sind beispielsweise Buddhismus und Hinduismus.
1.5. Feiertage
Auch hier gilt wieder: Jeder Bundesstaat kann diese Angelegenheit selbst bestimmen.
Folgende sind einige allgemein geltende gesetzliche Feiertage:
- Martin Luther King Day (dritter Montag im Januar)
- Washington’s Birthday (dritter Montag im Februar)
- Memorial Day (letzter Montag im Mai)
- Independance Day 04.Juli
- Labour Day (erster Montag im September)
- Thanksgiving (vierter Donnerstag im November)
- Christmas Day 25.Dezember
- New Year’s Eve/Day: 01./02. Januar
Wenn Neujahr, Weihnachten oder Unabhängigkeitstag Sonntags stattfinden, ist der Tag danach ebenfalls ein Feiertag. Im Falle eines Samstags, ist auch der Freitag Feiertag.
2. Tierisch lustige Gesetze
Das ist kein Witz, alle diese Gesetze gibt es in US-Bundesstaaten tatsächlich:
- Es ist verboten, lebende Elche aus sich bewegenden Flugzeugen zu stoßen.
- Die Gebühr für an einer Parkuhr angebundene Elefanten ist die gleiche wie für Fahrzeuge.
- Giraffen dürfen nicht an Laternen oder Telefonmasten angebunden werden.
- Es ist verboten, einen Löwen mit ins Kino zu nehmen.
- Es ist illegal, mit einem Känguru zu boxen.
- Pferde müssen zu jeder Zeit mit Hosen bekleidet sein.
- Frösche dürfen nach 23 Uhr nicht mehr quaken.
- Zwar ist es erlaubt, einen Bären zu erschießen, aber einen Bären aus dem Schlaf zu wecken, in der Absicht ein Foto von ihm zu machen, ist verboten.
- Kamele jagen ist verboten.
- Esel dürfen nicht in Badewannen schlafen.
3. Politik
3.1. Staatsaufbau
Das Staatsoberhaupt der USA ist der Präsident. Es gibt Bundesstaaten, die wiederrum in in Countys und Townships, sowie andere Unterteilungen gegliedert sind. Daraus ergibt sich die Staatsform Präsidentiale Bundesrepublik.
Der Präsident wird von den amerikanischen Bürgern indirekt über Wahlmänner für vier Jahre gewählt. Er ist für eine der drei braches verantwortlich, und zwar die komplette Exekutive.
Das heißt, er ist Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber gleichzeitig. Ebenso muss er mit dem Kongress zusammen arbeiten.
Jener ist für die Legislative verantwortlich und besteht aus zwei Kammern: Repräsentantenhaus (House of Representatives) und Senat. Jeder Bundesstaat besitzt mindestens zwei Senatoren, die regelmäßig gewählt werden.
Die Judikative bildet der Oberste Gerichtshof (Supreme Court), in welchem neun Richter auf Lebenszeit verpflichtet sind.
Laut der Verfassung soll ein System der gegenseitigen Kontrolle zwischen den Staatsorganen vorherrschen, genannt Checks and Balances.
3.2. Das Wahlsystem
Im November 2008 wurde der neue Präsident der Vereinigten Staaten gewählt. Ich war zu diesem Zeitpunkt im Land und nicht zuletzt deswegen hatte ich mich etwas darüber informiert.
Es gibt bekanntlich zwei große Parteien in den USA, die Demokraten und Republikaner, welche jeweils einen Kandidaten für das Amt des Präsidenten vorschlagen können. Die Kandidaten geben ihre Kandidatur für die Vorwahlen selbst bekannt.
Mit diesen nötigen Voraussetzungen, neben der Mitgliedschaft in einer Partei, dürfen sie teilnehmen:
- Geburtsort liegt in den USA
- der/die Kandidat/in ist mindestens 35 Jahre alt
- mindestens 14 Jahre Wohnhaft in den USA
Es gibt keine begrenzte Anzahl von Kandidaten, die an den Pre-Elections (Vorwahlen) teilnehmen können. Im Endeffekt werden in diesem Zeitraum jeweils ein Kandidat pro Partei (engl.:party) für den eigentlichen Kampf um die Präsidentschaft ausgewählt. Der jeweilige Kandidat wird nach den Vorwahlen von seiner Partei durch die Sitzung offiziell bekannt gegeben.
Die Vorwahlen beginnen meistens Ende Januar im Bundesstaat New Hampshire. Der Reihe nach werden alle 51 Staaten (Washington DC zählt in diesem Fall auch als Bundesstaat) abstimmen, was folgendermaßen abläuft:
Die wahlberechtigten Bürger geben ihre Stimme jeweils dem Kandidaten, welchen sie als Präsidenten favorisieren. Nach der Auszählung wird schließlich die Anzahl der erhaltenen Stimmen für jeden Kandidaten in Prozent angegeben. Die Staaten besitzen alle eine bestimmte Anzahl von Delegates (zu deutsch: Wahlmänner). Von der Gesamtsumme der vorhanden Delegiertenstimmen steht den Kandidaten jeweils der Anteil zu, welchen sie ebenfalls bei den Bürgern bekommen haben. Also erhält der Kandidat,welcher beispielsweise zu 58% Zuspruch von den Bürgern erhalten hat, auch 58% der Delegiertenstimmen.
Allerdings gibt es verschiedene Typen von Delegierten: Man unterscheidet zwischen Pledged Delagates und Superdelegates (bei den Republikanern heißen diese Unpledged). Die Pledged Delegates, welche von der Partei gewählt wurden, sind dazu verpflichtet, ihre Stimme nach der Entscheidung der Bürger abzugeben. Anders sieht es bei den Superdelegierten aus. Sie sind vollkommen unabhängig und können selbst entscheiden, wem sie ihre Stimme geben. Es handelt sich dabei um Leute mit einem speziellen politischen Status oder ehemalige Präsidenten, wie z.B. Bill Clinton.
Nacheinander werden in jedem Bundesstaat pro Kandidat die Stimmen gesammelt. In der eigenen Partei gewinnt der Kandidat mit den meisten, das heißt mit der Mehrzahl, der Stimmen. Ist dies nicht möglich, muss der Präsidentschaftskandidat auf der Parteiversammlung entschieden werden. Das ist mit den Caucuses möglich.
Die Bürger jedes Bundesstaates wählen mehrfach und zwar die Primaries und Caucuses. Beide Wahlen laufen für die Bürger gleich ab, allerdings haben sie unterschiedliche Bedeutungen für die Kandidaten.
Bei den Primaries bekommen die Kandidaten ihre Stimmen direkt. Durch Caucuses werden Delegierte gewählt, welche im Falle des Einsatzes beim Parteitag für den jeweiligen Kandidaten abstimmen werden. Die Ermittlung der Anzahl für jeden Kandidaten erfolgt wie oben beschrieben.
Am so genannten Super Tuesday, der im Februar stattfindet, wählen mindestens die Hälfte aller Bundesstaaten auf einmal. Oftmals treten Kandidaten, die schlecht abgeschnitten haben, nach diesem Tag aus dem Rennen aus.
Die Wahl des Präsidenten zwischen den beiden letzten Kandidaten findet immer am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November statt. Für 2008 ist es der 05. November.
Am 20. Januar des darauf folgenden Jahres findet die Vereidigung des neuen Präsidenten statt. Zuvor verkündet der amtierende Vize-Präsident den Gewinner und dessen Vize-Präsidenten.
In der Zeremonie muss folgender Schwur abgelegt werden:
„I, -name- , do solemnly swear that I will faithfully execute the office of President of the United States, and will, to the best of my ability, preserve, protect, and defend the Constitution of the United States.”
Optional kann der Präsident die Worte: “So help me god“ hinzufügen, indem er die Hand auf die Bibel legt.
Quellen: Wikipedia; CNN Election Center (cnn.com/politics)
|